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Risiken und Nebenwirkungen bei E 10 |
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Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 07:36 Uhr |
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Ab 1. Januar sollte es das neue E-10-Benzin an den Zapfsäulen geben. Doch die Umstellung könnte sich noch etwas hinziehen. Ob das eigene Auto den vorgeblich klimafreundlicheren Sprit verträgt, ist fraglich.
Suhl - Für den Menschen kann erhöhter Alkoholgenuss schädlich sein, für unser Auto kann selbst ein kleines Schlückchen schon zu viel sein. Deswegen wurde zum Jahreswechsel die höchste Alarmstufe ausgerufen: Ende 2010 winkte der Bundesrat eine Verordnung des Bundesumweltministeriums durch und machte damit für das Benzin E 10 ab 1. Januar den Weg frei. Der neue Kraftstoff wird aufgrund einer EU-Richtlinie eingeführt. Er soll helfen, die Klimaschutzziele zu erreichen und die Abhängigkeit vom Öl verringern.
In der Abkürzung E 10 steht "E" für Ethanol, einem Biokraftstoff, der umgangssprachlich auch als Alkohol bezeichnet wird. Die "10" gibt an, dass 10 Prozent Ethanol dem Benzin beigemengt ist - eine Mischung, die für rund 90 Prozent aller zugelassenen Pkw zu hochprozentig sein könnte. Der ADAC rät daher, die Verträglichkeit des Biosprits abzuklären und warnt vor irreparablen Schäden. Als gefährdet gelten Motorteile aus Aluminium sowie ethanolunverträgliche Kunststoffdichtungen oder Schläuche. Werden Leitungen porös, kann sich Benzin an heißen Motorenteilen entzünden. "Insbesondere die durch das Ethanol ausgelöste Aluminiumkorrosion ist problematisch, weil selbst ein einmaliger falscher Tankvorgang die Korrosion herbeiführen kann", sagt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer.
Für viele ein erschreckender Gedanke, der zu Unsicherheit an der Zapfsäule führen kann. Maurer sieht es weniger dramatisch: "Man kann sich relativ leicht Gewissheit verschaffen, ob das Auto E 10 verträgt." Zum Beispiel im Internet beim ADAC oder bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT), beim Händler oder beim Hersteller. Rund 3,5 Millionen Autos vertragen den neuen Sprit nicht, bei Marken wie Audi, Ford, Opel, VW oder BMW sind abhängig vom Baujahr fast alle Modelle E 10-tauglich, bei Mercedes fast alle nach 1991 produzierte Wagen. Allerdings können auch neuere Pkw allergisch auf E 10 reagieren, mitunter sind die Kalenderwochen des Produktionszeitraums entscheidend, so zum Beispiel bei einigen 2004er- und 2005er-Ausführungen des VW Golf V.
Wer sein Auto oder Motorrad falsch betankt, sollte sofort den Finger vom Abzug der Zapfpistole nehmen, seinen Wagen stehen und abpumpen lassen. Autos mit E 10-Unverträglichkeit können weiter mit dem alten Kraftstoff mit fünfprozentigem Ethanol-Gehalt betankt werden, den die Tankstellenbetreiber in Deutschland auf unbefristete Zeit weiter anbieten müssen.
Starke Verunsicherung
Schon seit drei Wochen spürt Klaus Pfannstiel, Betreiber einer Avia-Tankstelle in Breitungen (Landkreis Schmalkalden-Meiningen), eine starke Verunsicherung bei seinen Kunden. "Seit Mitte Dezember wird verstärkt nachgefragt, zwei- bis dreimal am Tag. Die Leute sehen das neue Benzin sehr kritisch, besonders ältere Leute sind skeptisch", sagt er. Der Bio-Sprit - ein Schreckgespenst - das derzeit aber noch nirgendwo erhältlich ist. Frühestens im Februar werde es den neuen Kraftstoff geben, verkündete der Mineralölwirtschaftsverband. Große Tankstellenketten wie Aral haben angekündigt, im Laufe des ersten Quartals mit E 10 an den Start zu gehen. "Wann genau, kann ich noch nicht sagen", hält sich Aral-Sprecher Detlef Brandenburg bedeckt.
Vertreter von Tankstellen- und Mineralölverbänden verweisen auf die kurze Vorlaufzeit der Politik und den Umfang der Umstellung. "Das ganze System muss geändert werden. So schnell funktioniert das nicht", sagt Jürgen Ziegner, Geschäftsführer des Zentralverbands des Tankstellengewerbes (ZGT). Stephan Zieger, Geschäftsführer des Bundesverbands Freier Tankstellen (bft), geht davon aus, dass es ab März für die Mitglieder "ernst" wird. An einigen der rund 14 000 Tankstellen in Deutschland dürfte es sogar erst Mitte des Jahres soweit sein.
In den Erdölraffinerien, die den Kraftstoff nach DIN-Normen mischen, muss zunächst ein auf 10 Prozent Ethanol abgestimmter Grundkraftstoff erzeugt werden, dem dann der Alkohol beigemischt wird. Auch die Lagerung, Handhabung und Lieferung des problematischen Biokraftstoffes und des Ethanols will vorab geregelt sein. Bft-Chef Zieger schätzt, dass die Raffinerien warten könnten, bis Ende März ohnehin vom frostresistenteren Winterbenzin auf die "Sommerware" umgestellt wird. An den Tankstellen müssen zudem Zapfsäulen und Preismasten mit "Super E 10" neu beschriftet, Kassensysteme angepasst, Tanklager geleert und eventuell neu verrohrt werden.
Ist die Umstellung vollzogen, wird es "interessant", wie der Kunde reagiert, sagt Karin Retzlaff, des Mineralölwirtschaftsverbandes, ob er zum neuen Bio-Benzin greift. Sie ist da eher skeptisch. "Das Auto ist des deutschen Lieblingskind, da geht man kein Risiko ein", sagt Retzlaff, die vermutet, dass der alte E 5-Kraftstoff bevorzugt wird. Für Stephan Zieger alles eine Frage der Zeit - und des Preises: "Das ist ungefähr so kompliziert wie die Einführung der fünfstelligen Postleitzahl." Er vermutet, dass beim ersten Tanken vielleicht noch das alte Benzin gewählt wird, beim zweiten oder dritten Tankgang aber E 10, "wenn man sieht, dass das andere Produkt günstiger ist". Zieger meint: E 10 wird das neue Massenprodukt - und das Massenprodukt sei immer das günstigere. "Tanken geht immer über den Geldbeutel", betont Zieger.
Eine Frage des Preises
Die entscheidende Frage dürfte sein, wie sich die Preise des neuen E 10 zum alten E 5 verhalten. E 10 ist in der Herstellung nur geringfügig teurer, weil Ethanol mehr kostet als fossiles Benzin. Zu befürchten ist auch eine Weitergabe der Umstellungskosten an die Verbraucher. Mineralölkonzerne müssen jedoch eine Biokraftstoffquote von 6,25 Prozent erfüllen, die sie ohne E 10 nicht erreichen würden. Wird die Quote unterschritten, drohen empfindliche Strafzahlungen.
Der Verkauf der neuen Sorte könnte, so vermutet der ADAC, mit Preisvorteilen beworben werden. "Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder der E 10-Preis wird künstlich niedrig gehalten oder der alte E 5-Kraftstoff wird verteuert. Dreimal darf man raten, was passiert", mutmaßt ADAC-Sprecher Maurer. Er könnte mit seiner Vermutung richtig liegen, denn mit dem Lamentieren über die kostenintensive Einspeiseregelung von E 10 scheint die Mineralölbranche, ähnlich wie die Stromwirtschaft mit der Ökoenergie, bereits den Nährboden für künftige Preiserhöhungen zu pflügen.
Der Breitunger Tankstellenbetreiber Klaus Pfannstiel will voraussichtlich Mitte des Jahres auf E 10 umstellen. "Ich sehe das ganze gelassen. Ich mache das schon seit 20 Jahren und habe in der Zeit schon genug Änderungen mitgemacht."
Quelle: Freies Wort - Christopher Eichler |
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Studenten treffen Unternehmer |
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Mittwoch, den 12. Januar 2011 um 07:36 Uhr |
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Das neue Jahr hat erst begonnen, doch die studentische Unternehmensberatung stubs blickt bereits weit voraus - und zwar auf die im Mai stattfindende 11. Firmenkontaktmesse SMILE!.
Schmalkalden - Gerade in Schmalkalden gibt es viele gut ausgebildete Fachkräfte. Diese kommen nicht nur aus der Fachhochschule Schmalkalden, sondern auch aus dem Berufsbildungszentrum oder mittelständischen Unternehmen der Region, sagt Maik Elflein, Vorstandsvorsitzender der Studentischen Unternehmensberatung Schmalkalden e. V. (stubs). Allerdings sollten gerade mittelständische Firmen der Region den Zug nicht verpassen und sich frühzeitig um den Fachkräftenachwuchs bemühen, legt der junge Mann den Unternehmern ans Herz. Eine gute Möglichkeit, die jungen Menschen kennenzulernen, bietet die mittlerweile 11. Firmenkontaktmesse SMILE!, die vom 24. bis 25. Mai an der Fachhochschule Schmalkalden stattfindet. Dort besteht die Chance, sich an einem Tag gleich über 3000 Studenten zu präsentieren, wirbt Elflein bei den Firmen. Die meisten der jungen Leute würden die Unternehmen der Region gar nicht kennen, weil diese mit ihrem Namen und ihren Anforderungen nicht an die zukünftigen Absolventen herantreten, bedauert er. Das habe zur Folge, dass die hier sehr gut ausgebildeten Fachkräfte nach dem Studium scharenweise in die alten Bundesländer abwandern.
Ein Grund dafür ist sicherlich auch, dass sich auf der SMILE! viele Unternehmen aus den alten Bundesländern präsentieren. Dies macht ein Unternehmen bei den Studenten bekannt und hilft dabei erste Kontakte zu knüpfen. Oft wird da der Grundstein für eine Karriere bei dem Arbeitgeber gelegt, der sich vor Ort vorstellt und Möglichkeiten und Chancen aufzeigt. Nicht immer müssen im Unternehmen auch freie Stellen vorhanden sein. Oftmals sind es Praktikantenstellen, die gesucht werden. So kann man frühzeitig das zukünftige Fachpersonal von morgen binden und testen, ob der Student auch als Absolvent in das Unternehmen passt.
Aber auch Firmen, wo die Studenten ihre Diplom-, Master- und Bachelorarbeit schreiben können, sind gefragt. Die so entstehende enge Zusammenarbeit mit dem Studenten und der FH bringt dem Unternehmen unerwartete Marktvorteile, wenn es beispielsweise um ein neues Produkt geht. "Die Frage, die sich mir immer wieder stellt ist, ob die regionalen Unternehmen auf wertvolle Fachkräfte verzichten können", sagt Elflein.
Es sei schade, dass so wenige Aussteller aus der Region die Möglichkeit nutzen, an einem Tag mehr Kontakte zu knüpfen, als es in einem Jahr in der Personalabteilung geschieht. Daneben können Firmenvorträge gehalten oder einfach Beziehungen zu andern Unternehmen geknüpft werden. "Gerade für Firmen aus der Region haben wir besondere Konditionen und würden uns freuen, wenn die Resonanz 2011 etwas höher ist als in den letzten Jahren." Allerdings freue er sich immer wieder darüber, wenn Unternehmen, wie SANDVIK Tooling Supply Schmalkalden, AUTOMOTIVE LIGHTING Brotterode GmbH, aba Personal GmbH Schmalkalden und August Storck KG Ohrdruf, zu Gast sind und die Messe loben, so Elflein. Man sollte auch bedenken, dass die SMILE! nun schon seit elf Jahren von Studenten der stubs neben dem Studium ehrenamtlich organisiert wird. Dabei ist es keine Seltenheit, wenn der Projektleiter mehr als 350 Stunden pro Messe dabei opfert. Für die Aussteller sichert dies aber eine professionelle Durchführung und ein exzellenter Service durch das SMILE!-Team. Weitere Informationen zur Firmenkontaktmesse SMILE! 2011 gibt es unter www.smile-messe.de und für den direkten Kontakt die Mailadresse
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Quelle: Freies Wort - red/sö |
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Raus aus der Langweiler-Ecke |
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Montag, den 10. Januar 2011 um 07:57 Uhr |
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Vor einem Jahr startete das Handwerk eine große Werbekampagne. Nach Meinung der Thüringer Kammern sind erste Erfolge bereits spürbar, nur die Betriebe tragen sie noch nicht ausreichend mit.
Erfurt/Suhl - Vor einem Jahr drohte der Werbekampagne des Handwerks ein schnelles Ende. Kaum war sie mit großem Bahnhof bundesweit gestartet, da wurden die Werbespots auch schon wieder vom Sender genommen. Grund war das verheerende Erdbeben in Haiti. In Zeiten, in denen täglich Bilder von eingestürzten Häusern und leidenden Menschen über den Bildschirm flimmerten, wirkte es irgendwie unpassend, mit einer einstürzenden Welt zu werben. Genau das war die Idee der Werbeagentur: zu zeigen, wo überall Handwerk drin steckt, indem die Produkte in sich zusammenfallen.
Einheitlicher Auftritt
Inzwischen läuft die Kampagne "Das Handwerk - Die Wirtschaftsmacht von nebenan" seit einem Jahr. Und auch die Werbespots flimmern wieder im Fernsehen, auch wenn sich das Erdbeben in Haiti in wenigen Tagen jährt. Nach Meinung der Handwerkskammern Erfurt und Südthüringen ist die Eigenwerbung ein voller Erfolg. Friedhelm Enke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Südthüringen, bezeichnet gestern im Gespräch mit dieser Zeitung den bundesweit einheitlichen Auftritt des Handwerks als einen der größten Erfolge des ersten Kampagnen-Jahres. "Zum ersten Mal in ihrer Geschichte werben Handwerker von Flensburg bis Augsburg mit einem einheitlichen Logo, mit einer einheitlichen Botschaft", sagt Enke.
Auf fünf Jahre ist der Werbefeldzug des Handwerks angelegt, mit dem es sein Image aufpolieren möchte. Sowohl intern, die Handwerkerschaft soll wieder mehr Stolz auf ihren Berufsstand empfinden als auch extern bei Kunden und vor allem bei Jugendlichen, die man für eine Ausbildung im Handwerk gewinnen möchte. Schließlich geht der Fachkräftemangel auch am Thüringer Handwerk nicht vorüber. 100 Lehrstellen konnten im Kammerbezirk Erfurt im vergangenen Jahr nicht besetzt werden, berichtete Kammerpräsident Rolf Ostermann gestern in Erfurt. "Das bedeutet nicht nur, dass uns 100 Lehrlinge fehlen, sondern dass uns in wenigen Jahren auch 100 Gesellen fehlen", sagt Ostermann.
Allerdings tut sich das Handwerk selbst noch schwer mit der Identifikation mit der eigenen Kampagne. Immerhin zahlen die Unternehmen selbst die Zeche. Rund 310 000 Euro geben allein die drei Thüringer Kammern für die Kampagne aus. Das Geld stammt aus den Mitgliedsbeiträgen der Unternehmen.
Enke und Ostermann äußern übereinstimmend der Wunsch, dass die Thüringer Betriebe die Botschaft, für die sie ihr Geld geben, dann auch noch mehr nach außen tragen. "Unser Problem ist sicher noch die Akzeptanz der Kampagne im Handwerk selbst. Von Außenstehenden bekommen wir schon reichlich positive Reaktionen, die uns bestätigen, dass die Werbung tatsächlich zum Nachdenken über die Leistung des Handwerks anregt", sagt Enke. Sein Wunsch für das neue Jahr ist, dass Autofahrern auf der Autobahn der rote Aufkleber mit dem Werbeslogan "am besten alle 200 Meter begegnet". Dazu müssten die Handwerksbetriebe die bereitgestellten Werbesets aber noch besser nutzen. Etwa indem sie ihre Fahrzeugflotte mit Aufklebern schmücken.
In diesem Jahr will das Handwerk vor allem die eigene Innovationskraft ins Bewusstsein der Menschen transportieren. Indem es etwa darstellt, dass tolle Erfindungen nicht nur von angesagten Elektronikkonzernen kommen, sondern auch vom Handwerker um die Ecke, der sich zum Beispiel für eine Dachentwässerung etwas einfallen lässt.
Außerdem wollen die Kammern gezielt Schüler der achten Klassen in Thüringen ansprechen. Mit einem Quiz im Internet. Klassen, die daran teilnehmen, können bis zu 1000 Euro für die Klassenkasse gewinnen. Und ganz nebenbei soll sich durch Fragen zu Themen aus Naturwissenschaft und Technik sowie Fakten rund ums Handwerk das Bild von der Branche ändern. "Wir müssen erreichen, dass ein Jugendlicher mit Stolz in seinem Freundeskreis erzählen kann, dass er eine Lehrstelle im Handwerk hat. Wenn wir das schaffen, dann ist die Kampagne ein Erfolg", sagt Enke. Noch bleiben vier Jahre Zeit. Und die Kammer selbst geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, wo man die Werbebotschaft überall verstecken kann. In der Warteschleife der Telefonanlage der Kammer dudelt das Lied aus den Werbespots. Am Handwerk kommt eben niemand vorbei, das soll die Botschaft sein.
Quelle: Freies Wort - Jolf Schneider |
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Schmalkalden - ein Logistikstandort |
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Freitag, den 07. Januar 2011 um 09:01 Uhr |
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Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Deutschland-Ranking mit Spitzenwerten!
Der Logistiksektor zählt insbesondere seit dem rapiden Wachstum der Transport-leistungen in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Wirtschaftssektoren in der Bundesrepublik.
So belegt gemäß dem Untersuchungsergebnis des Beratungsunternehmens CON.LOCATION vom November 2010 der Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Logistikstandortscoring unter 301 Landkreisen einen hervorragenden 13. Platz. Das Gesamtscoring fußt auf der Basis vorhandener Analysen sowie aus Standortfak-toren der Bereiche Verkehrsinfrastruktur, Kostenbelastung, Arbeitskräfte sowie Markt und Agglomeration.
Auch bei ausgewählten Indikatoren erreicht der Landkreis Schmalkalden-Meiningen deutschlandweit absolute Spitzenplatzierungen. So z.B. Rang 5 in der Kategorie Berufsausbildung und sogar Rang 1 in der Kategorie Arbeitskräfteverfügbarkeit.
Quelle: Auszug Pressemitteilung LRA SM-MNG - Harry Ellenberger |
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Mit Zahl der Schulabgänger sinkt die Zahl der Lehrstellen |
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Freitag, den 07. Januar 2011 um 08:07 Uhr |
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Suhl - Die Südthüringer Wirtschaft hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Lehrstellen bereitgestellt als noch vor zwei Jahren. Das geht aus Zahlen hervor, die die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen gestern in Suhl vorgelegt hat. Demnach sank die Zahl der bei der Kammer eingetragenen Ausbildungsverhältnisse im Vergleich zum Ausbildungsjahr 2008 um dramatische 27 Prozent. Statt 2035 neuer Azubis im Jahr 2008 konnte die Wirtschaft aktuell nur noch 1495 Bewerber für einen Ausbildungsberuf ab 2010 unter Vertrag nehmen. Hinzu kommt laut Kammer die hohe Quote von zehn Prozent Abbrechern und Jugendlichen, die geschlossene Ausbildungsverhältnisse gar nicht erst antreten.
Viele Abbrecher
Der Grund für die Rückgänge der Ausbildungsverhältnisse ist laut IHK in der stark gesunkenen Zahl der Schulabgänger zu suchen. Nur noch 2711 junge Menschen verließen im Jahr 2010 die Schule. Im Jahr 2008 waren es noch 3546 und damit 30 Prozent mehr. "Diese negative Entwicklung wird sich bis in das Ausbildungsjahr 2011/2012 fortsetzen. Danach ist damit zu rechnen, dass eine leichte Erholung der Zahlen abgeschlossener Lehrverträge eintreten wird", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Ralf Pieterwas. Symptomatisch sei die hohe Zahl der abgebrochenen oder nicht angetretenen Ausbildungsplätze. Diese Zustände seien angesichts des Mangels an Lehrlingen nicht mehr hinnehmbar, erklärte Pieterwas. Gründe für die hohe Zahl der Abbrecher seien eine unzureichende Berufsorientierung sowie der sorglose Umgang einzelner Jugendlicher, die mehrere Verträge abschließen.
Quelle: Freies Wort jol |
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Geschäftsidee und Gründerwille: TGF bietet weiter Unterstützung an |
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Donnerstag, den 06. Januar 2011 um 08:10 Uhr |
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Der Thüringer Gründerwettbewerb geht weiter. Potenzielle Firmengründer können mit ihren Konzepten und Ideen punkten und eine große Portion Selbstvertrauen tanken.
Schmalkalden - Wer eine eigene Firma gründen möchte, der findet im Technologie- und Gründerzentrum (TGF) Schmalkalden die richtige Adresse. Egal, ob das Unternehmen in der Metallbearbeitung, der IT-Branche oder im Einzel- und Großhandel angesiedelt werden soll, das TGF bietet passende Räumlichkeiten, Förderung und umfangreiche Beratung aus einer Hand.
Unter dem Motto "Gründungsideen, die weiter tragen" führt das TGF Schmalkalden zusammen mit den Zentren in Nordhausen/Sondershausen und Gera den "Thüringer Gründungsideenwettbewerb" auch 2011 wieder durch. Dieses Projekt zielt auf die Förderung des Unternehmergeistes und die Verbesserung des Gründerklimas in Thüringen.
Dabei sollen Interessierte ermuntert werden, ihre Geschäftsidee zu formulieren und zu präzisieren. Im Rahmen des Wettbewerbes können sie ihre Idee einer Jury vorstellen. Diese schätzt das Konzept ein und prämiert die besten Projekte. "Das müssen noch keine ausgefeilten Geschäftsmodelle sein", sagt Roswitha Lincke. Es genüge, mit wenigen Worten das Vorhaben zu beschreiben, denn der Jury werde die Idee noch einmal mündlich vorgestellt, erkläutert die Geschäftsführerin des TGF Schmalkalden. Ziel des Wettbewerbes ist es, vorhandene Vorstellungen konkret zu fassen und auf ihre Realisierung zu prüfen.
Dass es davon genug gibt, beweisen die bisherigen Gründerwettbewerbe. Der Sieger 2009 war zum Beispiel Wolfgang Würfl. Er betreibt heute die gleichnamige Firma "Informationstechnik Würfl", ein Unternehmen, das betriebliche Anwendungssoftware auf Basis des Internets entwickelt. "Ich habe mich mit meiner Idee hier selbstständig gemacht", sagt er über seinen Werdegang. Wichtig sei ihm gewesen, dass "Fremde das Konzept prüfen, ob es überhaupt tragfähig ist". Dadurch bekomme man eine Spur Sicherheit und Selbstvertrauen, schätzt er rückblickend ein.
Die Sieger vom Herbst 2010 waren die Erfurter Eric Lux und Andre Griebel mit der Idee für ein auslaufsicheres Aquarium. Sie hatten im Dezember noch am Thüringer Gründungsideenwettbewerb teilgenommen. Dabei belegten sie mit ihrem ausgefeilten Geschäftsmodell einen sehr guten Platz unter den besten zehn Teilnehmern. Inzwischen sind das Geschäft in Erfurt und der dazugehörige Internetshop eröffnet. "Der Gründungsideenwettbewerb hat noch einmal das Konzept auf den Prüfstand gestellt, Anregungen gegeben und geholfen, die ersten Schritte in die Selbstständigkeit zu gehen", sagt TGF-Geschäftsführerin Roswitha Lincke. Deshalb sei es wichtig und richtig, dass der Wettbewerb auch in diesem Jahr fortgeführt werde. Mit jeder Existenzgründung werde ein Unternehmen mit einem oder perspektivisch mehreren Arbeitsplätzen geschaffen. Dadurch gewinne auch die Region an wirtschaftlicher Stärke und Perspektive. Obendrein vermittelt der Gründerwettbewerb zahlreiche Kontakte.
Allein im Gespräch mit den Verantwortlichen im TGF Schmalkalden können Gründungswilligen verschiedene Fördermöglichkeiten aufgezeigt oder andere Unterstützung gewährt werden. Obendrein wurden Teilnehmer des Gründungswettbewerbs auch bei der Erfindermesse IENA 2010 in Nürnberg ausgezeichnet. Die Erfurter Sieger erhielten dort eine Silbermedaille. Ebenso bekam Hans-Jürgen Rausch mit seinem Unternehmen "Ingenieurtechnische Entwicklungen" eine Silbermedaille. Er hatte am Gründerwettbewerb mit seiner speziell entwickelten Mikrowelle zur Bekämpfung holzzerstörender Insekten und Pilze teilgenommen und wurde auch auf der Erfindermesse dafür geehrt. Allein diese drei Beispiele sind Vorbild genug, um sich mit einer Geschäftsidee selbstständig zu machen. Partner wie das TGF Schmalkalden bieten auch 2011 zahlreiche Unterstützung, damit der Weg in die wirtschaftliche Selbstständigkeit geebnet wird.
Quelle: Freies Wort - Erik Hande |
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Stromtarife Stadtwerke Schmalkalden GmbH 2011 |
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Mittwoch, den 05. Januar 2011 um 07:56 Uhr |
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Landrat Luther hofft auf Minister Gnadenlos |
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Mittwoch, den 05. Januar 2011 um 07:37 Uhr |
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Landrat Ralf Luther ermuntert die Kommunen im Landkreis zu weiteren Zusammenschlüssen. Sie müssten sich auf viel weniger Geld vom Land einstellen und kämen sonst kaum noch über die Runden.
Schmalkalden-Meiningen - Landratsamt, Städte und Gemeinden im Landkreis Schmalkalden-Meiningen haben zwar aus Sicht des CDU-Politikers Luther alles in allem gesunde Finanzen, wie sich am Schuldenstand ablesen lasse. Doch einige Kommunen seien ziemlich kränklich und hingen teils am Tropf des Landes. Luther nannte zuvörderst Oberhof, aber auch Oepfershausen, Wasungen und Brotterode. "Aber auch Schmalkalden sieht nicht zu rosig aus", sagte der Landrat gegenüber der Heimatzeitung. "Die sind nicht zu weit vom Bypass weg." Dass sich Brotterode in diesem Jahr nach Trusetal eingliedern lasse, nannte Luther den richtigen Weg. So ließen sich Kosten reduzieren, weil die Verwaltung zusammengelegt, eine Kommunalvertretung und ein Bürgermeister eingespart und auch andere Parallelstrukturen abgeschafft würden. Es könne alles in allem besser gewirtschaftet und bei Investitionen weiträumiger gedacht werden.
Luther geht davon aus, dass das Land die Schlüsselzuweisungen und andere Zahlungen an die Kommunen deutlich reduziert. "Das Land muss unbedingt sparen, bei sich selbst, aber auch bei den Kommunen. Genau genommen hätte die Regierung schon 2010 beginnen müssen", schalt Luther und stichelte: "Sie ist fast schon zu spät dran. Sie hätte gar keine neuen Schulden machen dürfen. Man kann nur das Geld ausgeben, das man hat."
700 Millionen Euro Zinsen pro Jahr, nur für die Landesschulden, sprächen eine klare Sprache. Bei einer Hochzinsphase wäre die Milliardengrenze schon erreicht worden. Gleichwohl traut Luther dem neuen Thüringer Finanzminister Wolfgang Voß (CDU) die Kraft zu, die siechen Finanzen zu sanieren. "Ich hoffe, er ist unerbittlich. In Sachsen hat er das auch durchgezogen und die stehen prima da", bekräftigte Luther.
Die Kommunen müssten sich auch darauf einstellen, dass weniger in Infrastruktur investiert werde. "Es kann nicht mehr jedes Dorfgemeinschaftshaus und jedes Schwimmbad erhalten bleiben. Es müssen auch Straßen aufgegeben werden. Man muss der Natur wieder Raum zurückgeben. Das Netz ist auf Dauer nicht mehr finanzierbar, auch weil die Bevölkerung zurückgeht", sagte er.
Die Ausweisung von neuen Baugebieten an den Ortsrändern sei falsch. In den Dörfern und Städten gebe es viele Baulücken und viele Häuser stünden leer. Etliche Gebäude seien nur noch von ein bis zwei Personen bewohnt. "Die Kommunen müssten in die Lage versetzt werden, Grundstücke aufzukaufen, damit die Orte gezielt entwickelt werden, von außen nach innen schrumpfen können", so Luther.
Der CDU-Politiker kann sich den Weckruf leisten. "Ich höre 2012 auf und muss keine Rücksichten nehmen", betonte der Landrat. "Aber ich habe auch schon früher klare Worte gefunden. Unser Kreis und viele seiner Gemeinden stehen nicht zufällig gut da, sondern, weil sie ordentlich gewirtschaftet haben."
Die von der Thüringer Landtags-CDU ins Gespräch gebrachte Verlängerung der Amtszeiten von Berufsbürgermeistern von sechs auf acht Jahre nannte Luther richtig. Das sollte man aber grundsätzlich so halten und nicht nur einmal, weil 2020 eine Gebietsreform geplant sei. So könne der Amtsinhaber länger gestalten. "Das müsste auch für Bundestag und Landtag gelten. Denn die Regierungen brauchen einige Zeit, sich einzuarbeiten und dann beginnt schon der nächste Wahlkampf."
Quelle: Thomas Heigl - Freies Wort |
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Mittwoch, den 05. Januar 2011 um 07:32 Uhr |
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Die Zahlen am Arbeitsmarkt sind in Schmalkalden im Dezember um 0,2% auf 6,6% leicht angestiegen! Der massive Wintereinbruch hat die Arbeitslosigkeit in Thüringen im Dezember steigen lassen. Mitte des Monates waren 105.700 Menschen im Freistaat ohne Job, rund 6600 mehr als im November, teilte die Agentur für Arbeit am Dienstag in Halle mit.
In Südthüringen blieb die Arbeitslosenquote jedoch unter der Marke von sieben Prozent. Wie Wolfgang Gold, Chef der Suhler Agentur für Arbeit, am Dienstag sagte, waren Ende vergangenen Jahres 16.084 Menschen ohne Arbeit. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,9 Prozent (Thüringen: 8,9 Prozent). Damit waren zwar rund 430 Menschen mehr auf Jobsuche als noch im November des abgelaufenen Jahres, aber mehr als 4000 weniger als zum Jahresende 2009.
Laut Gold lag die Zahl der Arbeitslosen 2010 konstant unter den Werten des Boomjahres 2008. Für die kommenden Monate rechnet er – witterungsbedingt – mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. „Vor allem das Handwerk berichtet uns, dass Folgeaufträge nicht abgearbeitet werden können, weil sie im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis liegen“, so Gold.
Die Unterbeschäftigungsquote hat sich mit 9,2 Prozent auf einem Niveau eingependelt, dass noch vor wenigen Jahren als erfreulicher Wert bei der Arbeitslosenquote eingeschätzt worden wäre. Von Unterbeschäftigung waren fast 22.00 Menschen im Agenturbezirk betroffen. In diese Zahl fließen auch alle Teilnehmer zu Beispiel von Qualifizierungsmaßnehmen oder die Empfänger von Kurzarbeitergeld ein, die die Arbeitslosenstatistik üblicherweise nicht erfasst.
Quelle: Freies Wort (jol) |
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